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Arbeit gegen Rechtsextremismus

Das Thema Rechtsextremismus nimmt in der gegenwärtigen Medienberichterstattung einen breiten Raum ein, allerdings oft nur nach gewalttätigen Auseinandersetzungen. Die Reaktionen - von der Initiierung von Maßnahmen und Projekte bis hin zu (populistischem) Aktionismus - folgen meist unmittelbar nach der "erschreckenden Meldung".

Laut Statistik des Landes Sachsen-Anhalt zur "politischmotivierten Kriminalität", stieg im Jahr 2007 die Anzahl der rechtsextremistisch motivierten Straftaten um fast ein Zehntel im Vergleich zum Vorjahreswert. Mit 121 Gewalttaten ist der Rechtsextremismus 2008 in Sachsen-Anhalt durch die Behörden erfasst. Opferschutzvereinigungen gehen von weit höheren Dunkelziffern aus. Bezogen auf die Zahl der Einwohner/innen finden von Jahr zu Jahr mehr rassistisch und fremdenfeindlich motivierte Übergriffe statt.

Die präventive und nachhaltige Arbeit von Kindern und Jugendverbänden in diesem Bereich ist angesichts der schwelenden Konfliktpotentiale umso wichtiger und verlangt nach einer noch stärken Einbindung von vielfältigen Methoden zur Umsetzung dieser Arbeit in die Bereiche der Kinder- und Jugendarbeit.

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. begreift das Thema Rechtsextremismus als Querschnittsthema von besonderer Bedeutung. Im Rahmen von Fachveranstaltungen und Fachtagungen werden aktuelle Entwicklungen, z.B. im Rahmen von Workshops, aufgegriffen und diskutiert. Darüber hinaus gibt der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. Publikationen und Handreichungen zu diesem Thema heraus. Hier findet ihr das Fakt "Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt: Probleme, Tendenzen und Prävention".