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Vielfaltssensible Sprache

BildAuf der 29. Mitgliederversammlung der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. (KJR LSA), am 9. März 2013 wurde beschlossen, die Genderschreibweise des Binnen-Is durch den Gendergap zu ersetzen. Dadurch wird nicht mehr nur betont, dass Frauen und Männer angesprochen sind, sondern es wird ein Raum für eine Zuordnung dazwischen gelassen. Der Gendergap, dargestellt durch einen Unterstrich („_“), symbolisiert einen Ort, der Möglichkeiten offenlässt, eine Verortung des Unsichtbaren. 

Auf der letzten Mitgliederversammlung des KJR am 10. März 2018 wurde einstimmig beschlossen, einheitlich das sogenannte Gender-Sternchen (*) zu verwenden. Denn auch wenn der Gendergap als Freiraum verstanden werden kann, signalisiert es dennoch eine starke Trennung und Distanz zwischen weiblich und männlich. Mit der neuen Schreibweise des Gender-Sternchens (*) wird verdeutlicht, dass Jede*r gemeint ist, auch Menschen, die sich nicht in der binären Geschlechteridentität wiederfinden. Das Gender-Sternchen (*) symbolisiert alle Geschlechterentwürfe. So werden transsexuelle, transgender und intersexuelle Personen nicht mehr von vornherein unsichtbar gemacht und somit diskriminiert.

Uns ist es wichtig, alle Menschen mitzudenken, uns an alle Menschen gleichermaßen zu richten und sie auch anzusprechen. Wie wir etwas wahrnehmen, uns vorstellen oder bewusstmachen, übermitteln wir durch die Sprache. Daher muss sich die Sprache uns anpassen. Uns ist ein bewusster Umgang mit Sprache wichtig - wir wollen die Vielfalt von sexuellen und geschlechtlichen Identitäten auch durch Sprache sichtbar machen und uns Diskriminierungen entgegenstellen.

Falls du dich bereits gefragt hast, warum ausgerechnet ein Sternchen Vielfalt ausdrücken soll, hier zwei kurze Erklärungen. Zum einen wird das Sternchen in der Computertechnik als Wildcard für eine beliebige Anzahl von Zeichen zwischen zwei Grenzen verwendet. Zum anderen symbolisiert es graphisch mit vielen kleinen Ästchen viele verschiedene Möglichkeiten.

Wir freuen uns, dass der Antrag des Landesjugendwerk der Artbeiterwohlfahrt (LJW AWO), der Sozialistischen Jugend Deutschlands - die Falken und des Verbandes junger Medienmacher*ìnnen Sachsen-Anhalt e. V. (fjp>Media) von den Mitgliedsverbänden angenommen wurde und sich die Jugendverbände so selbst auffordern, sich dieser Schreibweise anzuschließen.