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Empfehlungen zur Umsetzung BKiSchG

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. hat ein umfassendes Informationspapier zur Umsetzung des BKiSchG zusammengestellt. Dies kann hier heruntergeladen werden: Informationspapier

Durch das zum am 01.01.2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) wurde:

  •  das Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) geschaffen,
  •  das Kinder- und Jugendhilfegesetz geändert,
  •  weitere Gesetze verändert. 
Für die Jugendverbände relevant sind vor allem die Änderungen der §§ 72a, 74 und 79a KJHG.

Aktuell befassen sich auf Bundesebene verschiedene Institutionen mit der Erarbeitung von Hinweisen und Leitlinien (z.B. Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, die AGJ, der Deutsche Verein und der Deutsche Bundesjugendring). In Sachsen-Anhalt wurde zudem ein Unterausschuss des Landesjugendhilfeausschuss gegründet, der sich gemeinsam mit dem Thema befassen wird und dieses mit der Verwaltung des Landesjugendamtes und dem Ministerium für Arbeit und Soziales rückkoppelt. Die Jugendverbände sind hier durch Stefan Brüne-Wonner (Evangelische Jugend Mitteldeutschland) und Inga Wichmann (KJR LSA) vertreten.

Als KJR LSA empfehlen wir in Bezug auf die Umsetzung des Bundeskinderschutzgesetzes unseren Mitgliedern:

  • Das Wohl von Kindern und Jugendlichen ist nicht auf Vorgaben aus Gesetzen zu reduzieren: Alle Träger sollen daher ihre Strukturen und Mittel hinsichtlich der Wahrung des Wohles junger Menschen überdenken und prüfen!
  • Bei allen Trägern sollen klare personengebundene Verantwortlichkeiten für das Thema Kindes- und Jugendwohl vorliegen. Diese Personen sollen angemessen über aktuelle Entwicklungen informiert sein!
  • Auf bundes- bzw. landesweite Empfehlungen zur Umsetzung soll gewartet werden. Hierzu können die freien Träger den öffentlichen Träger anhalten, sofern dieser Vereinbarungen bereits jetzt schließen will.
  • Liegen bundes- bzw. landesweite Empfehlungen vor, sollen diese intensiv bei den Trägern insb. in Bezug auf die individuelle Leistungsfähigkeit des Trägers geprüft werden.
  • Bei der Umsetzung des BuKiSchG sind die Jugendhilfeausschüsse vor allem in Bezug auf die §§ 8a, 72a, 79a KJHG zu beteiligen.
  • Es besteht keine Pflicht, Vereinbarungen nach §§ 8a und 72a KJHG ohne Diskussion zu unterschreiben: Vereinbarungen sind Ergebnis eines Diskussionsprozesses zweier gleichberechtigter Partner.
  • Vor Ort empfiehlt sich das Einbringen in die lokalen Netzwerke Kinderschutz. Bereits bestehende Vernetzungsstrukturen sollen hierbei genutzt werden, z.B. die Vertretung der Jugendverbände durch den zuständigen örtlichen Kinder- und Jugendring.
  • Bei Fragen oder Beratungsbedarf stehen der KJR LSA sowie der DBJR gern zur Verfügung.
  • Informiert den KJR LSA über aktuelle Entwicklungen vor Ort oder in den Verbänden!

Weiterführende Informationen:

Informationspapier und Präsentation zum Bundeskinderschutzgesetz vom SIK am 07.03.2012
Hinweise zum Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG)
Hinweise und Empfehlungen des DBJR für seine Mitgliedsorganisationenzur Umsetzung des § 72a (4) SGB VIII (Führungszeugnisse von Ehrenamtlichen) Stand 15.3.2012