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Denkfabrik: Fitmachen für´s Mitmachen

Flyer 

Jugendhilfeplanung als dialogischer Prozess

am 23. September 2014
von 10:30 Uhr bis 15:00 Uhr
im Reso-Witte e.V.
(Große Bruchstraße 17 in 06886 Wittenberg)

Junge Menschen sollen immer die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe in ihrer Stadt oder ihrem Landkreis vorfinden, die sie brauchen. Daher hat der Gesetzgeber die Landkreise und kreisfreien Städte zur kontinuierlichen Jugendhilfeplanung verpflichtet. Eine gute Jugendhilfeplanung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie junge Menschen und freie Träger an der Planung beteiligt. Und Jugendhilfeplanung soll ein dialogischer Prozess sein. Die Jugendhilfeplanung - das Steuerungsinstrument der Kinder- und Jugendhilfe – ist auch mit der Diskussion um Qualitätssicherung und -weiterentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe verknüpft, die durch das Bundeskinderschutzgesetz seit Ende 2012 gesetzlicher Auftrag ist. In der Denkfabrik „Fitmachen für ́s Mitmachen“ stellen wir uns gemeinsam den Fragen rund um die Jugendhilfeplanung!

Das Programm


10:30 Uhr       Begrüßung, Thematischer Einstieg

11:00 Uhr       Grundlagen der Jugendhilfeplanung

12:30Uhr        Mittagspause

13:00 Uhr       Jugendhilfeplanung ganz konkret bei uns

14:30 Uhr       Auswertung und Ausblick

15:00 Uhr       Ende

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Anmeldebogen


Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt.

Rückblick

In Kooperation mit dem Kreis- Kinder- und Jugendring Wittenberg e.V. lud der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. am 23. September 2014 interessierte Teilnehmer_innen in den Verein Reso-Witt nach Wittenberg ein, um sich gemeinsam mit dem Thema „Jugendhilfeplanung als dialogischer Prozess“ auseinanderzusetzen. Es nahmen 16 Vertreter_innen des Jugendamtes des Landkreises, des Jugendhilfeausschusses aus der Politik, der Schulsozialarbeit sowie aus Vereinen und Verbänden und in der Jugendarbeit Aktive - vorwiegend aus dem Landkreis Wittenberg - teil.
Die Vorstellungsrunde zu Beginn: Die Teilnehmer_innen verbanden ein Adjektiv oder ein Verb mit dem Wort Jugendhilfeplanung und schrieben es auf. Diese wurden anschließend geclustert.
Dann die Gruppenarbeit: Die Anwesenden teilten sich in zwei Gruppen auf und setzten sich in diesen mit mehreren vorgegebenen Aussagen über Gründe für Jugendhilfeplanung auseinander, welche dann in einer Prioritätenliste aufgenommen wurden. Anschließend werteten beide Gruppen das so entstandene Ranking aus und tauschten sich vor allem über ihre Ansichten aus.
Die den Gruppen gleichermaßen vorgegebenen Gründen für Jugendhilfeplanung (fortlaufende Nummerierung, kein Ranking):
1.    Jugendhilfeplanung ist wichtig, weil sie mit ihren Beschlüssen eine Planungsvorlage für politische Gremien darbietet.
2.    Jugendhilfeplanung ist die Grundlage, um Ziele und Maßnahmen der Jugendhilfe transparent, öffentlich und veränderbar zu machen.
3.    Jugendhilfeplanung ist eine Plattform für Meinungsäußerungen und die Beteiligung junger Menschen an der Jugendhilfe.
4.    Wir brauchen Jugendhilfeplanung, damit über das Gesamtangebot für junge Menschen und ihre Familien regional diskutiert wird.
5.    Jugendhilfeplanung und deren Ergebnisse zwingen zur politischen Auseinandersetzung und zur Bestimmung von Zielen und Prioritäten.
6.    Jugendhilfeplanung kann die Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche verbessern.
7.    Jugendhilfeplanung richtet die Verteilung der finanziellen Mittel der Jugendarbeit an den tatsächlichen Bedürfnissen junger Menschen aus.
Die Ergebnisse waren wie folgt:
Rangliste: 6., 1., 7. neben 3., 2. neben 5., 4. (Gruppe 1), Kreislauf: 6., 7., 5., 1., 4., 2., 3. (Gruppe 2)
Nach dieser Grundlage gab es für die Teilnehmenden einen zusammenfassenden Vortrag  u.a. über Ziele, Zuständigkeiten und Akteur_innen der Jugendhilfeplanung.
Gespickt mit den Informationen aus dem Vortrag folgte eine weitere Arbeitsphase in zwei Gruppen, mit dem Ziel, sich jeweils mit den Schwerpunkten Partizipation bzw. Beteiligung junger Menschen an Jugendhilfeplanung und der Steuerungsfunktion eines Jugendhilfeausschusses und der Einbeziehung freier Träger auseinanderzusetzen und gemeinsam die Ergebnisse auf Plakaten festzuhalten. Eine Gruppe (Gruppe A) beschäftigte sich sehr intensiv mit ihrem gewählten Schwerpunkt. Eine angeregte Diskussion entwickelte sich rasch. Die andere Gruppe (Gruppe B) bearbeitete die Themen Steuerungsfunktion des Jugendhilfeausschusses und die Einbeziehung der freien Träger.
Die Teilnehmer_innen sollten sich danach, erst in Kleinstgruppen mit jeweils 3 Personen (Triade), dann in der ganzen Gruppe, auf insgesamt 8 Punkte einigen, die aus ihrer Sicht Qualitätskriterien für eine gute Jugendhilfeplanung im Landkreis darstellen. Die Diskussion in Gruppe A war jedoch noch in vollem Gang und verlief sehr gut. Daher wurde hier auf die folgende Methode verzichtet und den Teilnehmer_innen der Gruppe A die Vertiefung der Gespräche ermöglicht. Im Ergebnis dieser Diskussion entschieden sich die Teilnehmer_innen der Gruppe A, weiter in Kontakt zu bleiben und eine regionale AG zu begründen, die sich auch im Anschluss der Denkfabrik - natürlich auch mit den Teilnehmer_innen der Gruppe B - treffen wird, um die Beteiligung junger Menschen an der Jugendhilfeplanung im Landkreis voranzubringen und die Arbeit der Denkfabrik fortzusetzen. Als Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V. freuen wir uns sehr über die in der Denkfabrik entstandenen Ideen und wünschen allen Teilnehmer_innen viel Freude und natürlich Erfolg mit dem Umsetzen ihrer Vorstellungen. Als auch bedanken wir uns herzlichst für die aktive Teilnahme aller Gäste und beim Verein Reso-Witt und dem KKJR Wittenberg für die Unterstützung bei der Veranstaltungsorganisation und der Kooperation!
Nachdem sich beide Gruppen wieder im Seminarraum eingefunden hatten, stellten sie sich gegenseitig die Ergebnisse vor und werteten gemeinsam den Tag aus.

                                                      Assoziation
      Ranking   Ranking Gruppe 2
Ergebnisse   Vortrag   Ergebnisse 2
                           Gruppe im Gespräch 1  Gruppe im Gespräch 2
   Gruppe im Gespräch 3 Ergebnisse werden erfasst Arbeit in Kleinstgruppen
                                         Qualitätskriterien werden ermittelt
               Plakat in der Entstehung Diskussion zur Beteiligung junger Menschen an JHP
Steuerungsfunktion des JHA & Einbeziehung freier Träger Ergebnis 8 Qualitätskriterien Beteiligung junger Menschen - Ergebnis der Gruppenarbeit