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Denkfabrik: Jugendpartizipation in den Kommunen

PartizipationWas ist für die Partizipation von jungen Menschen vor Ort entscheidend?
am 19. Juni 2013
von 9:30 Uhr bis 14:00 Uhr
Landjugendverband  Sachsen-Anhalt e.V.
(Maxim-Gorki-Str. 13, 39108 Magdeburg)

Junge Menschen wollen ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten. Dies ist eine der zentralen Aussagen vieler Jugendstudien. Hierzu gibt es bereits jetzt viele Möglichkeiten, wie z.B. in der Gemeindeordnung oder im Kinder- und Jugendhilfegesetz. Warum findet eine echte Beteiligung von jungen Menschen dennoch so selten statt? Warum gelingt es oft nur schwer, junge Menschen für die Beteiligung zu gewinnen? Im Rahmen dieser Denkfabrik wollen wir uns diesen und weiteren Herausforderungen zuwenden und darüber ins Gespräch kommen.
Es soll aufgezeigt werden, dass ernstgemeinte Partizipation mehr als das Öffnen von Erwachsenenstrukturen für junge Menschen ist und auch mehr als die Einrichtung eines Jugendparlamentes. Es gilt, jungen Menschen echte Gestaltungsmöglichkeiten einzuräumen und dafür Formen zu finden, die sie und ihre Bedürfnisse ernst nehmen und ihnen gerecht werden. 

Flyer
Anmeldebogen

Die Veranstaltung wurde gefördert durch das Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt.

Rückblick auf die „Denkfabrik: Jugendpartizipation in den Kommunen“

Aktive aus ganz unterschiedlichen Bereichen trafen sich am 19. Juni 2013 zur „Denkfabrik: Jugendpartizipation in den Kommunen“. Die Vertreter_innen aus der Jugendarbeit, den Jugendverbänden, Parteien und der Kommunalverwaltung diskutierten aktiv über die Voraussetzungen, Chancen und Möglichkeiten von Jugendpartizipation. Deutlich wurde hierbei, wie wichtig die Grundhaltung von Erwachsenen gegenüber der Beteiligung junger Menschen ist. Erfolge in den Köpfen der erwachsenen Entscheidungsträger_innen kein Umdenken, kann Partizipation junger Menschen nicht Alltag werden und verkomme zu Projekten mit wenig Nachhaltigkeit, so ein Fazit des Tages.

Bereits am Anfang wurde deutlich, in wie vielen unterschiedlichen Bereichen es bereits jetzt Möglichkeiten für junge Menschen gibt, sich einzubringen. Neben Jugendleitungen und -vorständen, Demonstrationen, Morgenplena auf der Jugendfreizeit, Jugendbeauftragten wurden Jugendforen, Wahlen, Schüler_innenvertretung oder Jugendparlamente benannt. Auch das Stichwort E-Partizipation fiel mehrfach. 

Nach einem kurzen Impuls, der auf die Grundlagen der Partizipation, Partizipationsformen und –methoden sowie auf die Rolle der Erwachsenen und die der Relevanz von Qualitätskriterien einging, teilt sich die Gruppe in zwei Workshops. Der erste Workshop befasste sich intensiv mit dem Thema Partizipation in Jugendclubs und Jugendverbänden vor Ort. Der zweite Workshop nahm die Partizipation in der Kommune insgesamt stärker in den Blick.

Als Voraussetzungen für Partizipation beschrieben die Teilnehmenden des ersten Workshops neben Motivation (z.B. durch Erfolgserlebnisse, Zusammenhalt und einem gemeinsamen Ziel), Ressourcen (z.B. Budget, Macht, Räume, Material oder Fachkräfte), eigene Ideen und Ziel sowie Fachlichkeit und Überzeugung (z.B. Know/How, Menschen- und Gesellschaftsbild). Zudem tauschten sie sich intensiv am Beispiel des Jugendvorstandes in einem Club oder einem Verband über die Chancen und Möglichkeiten eines solchen Gremiums aus.

Im zweiten Workshop kam es zuerst zu einem intensiven Austausch über die aktuell in den Kommunen vorhandenen Formen der Mitbestimmung. Im Anschluss wurde darüber diskutiert, über welche Legitimation die einzelnen Formen verfügen. Konkret wurde es dann bei der Frage, wie ein partizipationsfreundlicheres Umfeld in der Stadtverwaltung geschaffen werden könne. Deutlich wurde hierbei, dass neben der konkreten Eröffnung von Partizipationsmöglichkeiten die Schaffung von Akzeptanz dieser bei Entscheidungsträger_innen von großer Bedeutung ist.

Das Feedback der Teilnehmenden zur Veranstaltung fiel weitestgehend positiv aus. Die Teilnehmenden betonten, den guten Austausch der Teilnehmenden untereinander, die neuen Einblicke in Strukturen, die angenehme Atmosphäre sowie die Bedeutung von kommunalen Interessenvertretungen für junge Menschen. 

Teilnehmende sammeln Partizipationsbeispiele
Die Teilnehmenden teilen sich auf in die Workshops II ("Partizipation in der Kommune")...


Teilnehmende sammeln Partizipationsbeispiele
...und Workshop I ("Gelebte Partizipation im Jugendverband").


 
Im Workshop I werden Ideen zusammengestellt
Es werden konkrete Beispile für die Teilhabe junger Menschen gesammelt...
Ergebnisse aus dem Workshop I
... und die Ergebnisse beider Gruppen im Plenum vorgestellt.
Ergebnisse aus dem Workshop II

Ein Teilnehmer aus Workshop II fasst die Gruppenarbeit zusammen.
Mind Map aus dem Workshop I

Welche Voraussetzungen für gelungene Partizipation gibt es?




Ergebnispapier des Workshop I.
Ergebnisflipchart aus dem Workshop 1

Ergebnispapier des Workshop II.


"Montagsmaler" aus dem Workshop II - Begriffe rund um Partizipation werden gezeichnet...
Montagsmaler Workshop II


...und müssen von der Gruppe erraten werden. Hier die Montagsmaler aus Workshop II.


Vortrag der Denkfabrik: "Jugendpartizipation in den Kommunen" als pdf zum Download.